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Ortsteil Heiligensee
Das ursprüngliche Dorf liegt auf einer Halbinsel zwischen dem Fluss Havel und dem namensgebenden Heiligensee. Inzwischen erstreckt sich Heiligensee südwärts der Havel bis zum Ortsteil Konradshöhe.
Die nördliche und westliche Grenze entspricht der von Berlin: Die Stadt grenzt hier an den Landkreis Oberhavel mit den Gemeinden Hennigsdorf und Hohen Neuendorf. Auf der östlichen Seite grenzt Heiligensee an Tegel und auf der nordöstlichen Seite an Frohnau. Heiligensee beinhaltet die kleine Ortslage Schulzendorf. Eine natürliche Grenze bildet dabei der Tegeler Forst im Osten und Süden und der Nieder Neuendorfer See im Westen.
Die erste nachweisliche Besiedlung Heiligensees fand etwa 2000 v. Chr. durch germanische Semnonen statt. Sie wurden etwa 300 n. Chr. durch slawische Wenden abgelöst. Nach dem Sieg Albrecht des Bären über die Wenden (um das Jahr 1200) kamen deutsche Bauern nach Heiligensee, die gegen 1250 eine Kirche errichteten. Etwa zu dieser Zeit wurde Heiligensee ein Rittersitz, um den Havelübergang zu kontrollieren. 1308 erfolgte erstmals eine urkundliche Erwähnung Heiligensees. Seit dem 27. April 1920 ist Heiligensee ein Teil von Berlin.
In der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Baumberge bis in die 1980er Jahre als französisches Manövergebiet benutzt. Die Franzosen waren damals alliierte Schutzmacht in Reinickendorf.
Zwischen 1939 und 1978 lebte die bekannte Collagekünstlerin Hannah Höch in ihrem Haus An der Wildbahn 33.
In der Künstlerwerkstatt in Alt-Heiligensee 73 - 75 haben seit einigen Jahren schaffende Künstler ihr Domizil aufgeschlagen
Bis ins 20. Jahrhundert lebten die Bewohner Heiligensees größtenteils von den Erträgen der Landwirtschaft. Davon zeugen noch heute das von der Familie Greiert bewirtschaftete "Südfeld" an der Heiligenseestraße und das "Mittelfeld" Am Dachsbau.
In den 1930er Jahren wurde die Borsigsiedlung errichtet, in der die Arbeiter der Borsigwerke lebten.
Heutzutage füllt die Firma Underberg an der Henningsdorfer Straße unter anderem ihren "Boonekamp" ab. Auf dem Nachbargelände stellt die Firma Tetra-Pak ihre bekannten Verpackungen her.
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BILDERGALERIEN REINICKENDORF |
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